Zu Gast in Frankfurt am Main

Im Odawald im Odawald do werad Hoda kalt

So sagt man wohl. Wurde mir zumindest zugeflüstert. Ob’s stimmt, weiss ich nicht, aber ein Allgäuer darf auch mal gefährliches Halbwissen verbreiten 😉 So machte ich mich also am heissen Rock’n Heim-Wochenende im August auf den Weg um den Hessen mal auf den Zahn zu fühlen. Bruderbesuch stand an. Mein älterer Bruder lebt nun schon seit einigen Jahren in Hessen, genauer gesagt in Heppenheim. Moment, ich korrigiere, man sagt ja jetzt Vettelheim *rolleyes*. Natürlich lud mich mein Bruder nicht nur einfach so ein, dass Ganze hatte auch noch einen Hintergrund. Holy Festival in Mannheim. Er hatte Freikarten ergattert und brauchte noch eine Begleitperson, die auf Ihn aufpasste. Ich also, die Vernunft in Person. Auf dem Weg in Richtung Maingebiet, fernab meines gelobten Bayerlandes, fuhr ich noch kurz über Sinsheim um mir das TSG-Stadion anzusehen. Warum auch nicht, wenn man schonmal in der Gegend ist.

Als ich endlich in Heppenheim angekommen war, war mein Bruder bereits auf der Arbeit und nicht mehr anzutreffen. Kein Grund jedoch sich von der Fahrt auszuruhen, er hatte seiner Frau eine unendliche ToDo-Liste ausgehändigt. Mir sollte also nicht langweilig werden. (Anm.d.Red. Als ob ich hyperaktiv wäre und man mich beschäftigen müsste ;-)) Wir schnappten uns also Hund & Leine und fuhren zum ersten Spot.

Die Fahrt der tausend Tode

In Bayern laufen die Uhren anders, in Hessen fährt man englisch. So hat nun mal jedes Bundesland wohl seine Eigenheiten. Auf dem Weg zu einer schönen Burg inmitten von Weinbergen fuhren wir nämlich einfach mal in die entgegengesetzte Richtung nach oben. Auf einer Strasse, die kaum mehr als ein Auto zuließ. Mit Gegenverkehr.

“Joa… okay… net schlecht! Die wird schon wissen was sie tut”

dachte ich mir so und lies die Frau meines Bruders einfach mal tun. Ihr Lächeln über die – zugegeben nicht bewusst in Kauf genommene Geisterfahrt – säte bei mir kurzweilig einen Gedanken an

“IRRE?!”

Komisch diese Hessen. IMG_20130816_182227
Auf der Burg angekommen, sah ich schon ein erstes kleines Highlight. Tornandowolken. Keine Ahnung, wie die zustande gekommen waren, aber es sah sehr kurios aus. Vielleicht waren es auch, aus diversen Verschwörungstheorien bekannte, USA-Experiment-Wolken, vertuschte Radioaktivität aus den umliegenden AKWs oder einfach nur ein Wetterphänomen. Egal, ich lebe ja noch. Zurück zum Thema. Die Burg bot wirklich viele interessante Perspektiven über das Gebiet südlich von Frankfurt. Da es sowieso Sonnenuntergangszeit war, wollte ich überhaupt nicht mehr weg von dort oben. Auf erbitterten Nachdruck des Hundes, mussten wir dann doch die Zelte frühzeitig abbrechen und dem Hund noch seinen Auslauf an einem nahe gelegenen Fluss gönnen.

Verwöhnter Affe! Wenn der Prinz befiehlt…

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Heiliger Tower

Am nächsten Tag war Holyfestival angesagt mit meinem Bruder. Meine Kamera war gut verpackt. Ich hab es zwar nicht mit meinem Schätzchen in den Innenraum geschafft, aber die Security sorgte für den “made my day”-Moment des Tages. Protokoll:
Security: “Was ist das da?”
floSen: “Meine Kamera!”
Security: “Keine Spiegelreflex darf rein!”
floSen: “Das ist aber keine Spiegelreflex. Zudem ist die uralt. Schau sie Dir an, die ist mit Film. Schaut so ne moderne Kamera aus?”
Security: “Du hast recht, das Ding ist wirklich steinalt.”
Mit dem Gedanken

“Schöne heile CaNikon-Welt”

stand ich quasi schon im Innenraum, als dann doch ein weiterer Securitymensch Verdacht schöpfte. Der glaubte mir zwar auch die Geschichte mit der alten Kamera, aber sie entsprach leider nicht der Scheckkartengröße. So gab es eben keine HolyBilder, aber einen durchaus lustigen Moment und am Ende scheiterte es also – wie immer 😉 – nur an der Größe.
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Am Abend verließen mein Bruder und ich das Festival vorzeitig und machten uns auf den Weg in Richtung Frankfurt am Main. Ich selbst war noch nie in Frankfurt zuvor gewesen und wollte unbedingt mal die Skyline erleben und die Stadt ein wenig kennenlernen. Frankfurter Applaus und so 🙂 Nachdem mein Bruder im Stile von Steve McQueen über drei – nicht gerade Verkehrsberuhigte – Spuren in die Parklücke breschte und die Aktion noch mit den Worten

“So macht man das in der Stadt, sonst findest nie einen Parkplatz”

quitierte, waren wir endlich angekommen. Großstadt. Es war kurz vor Sonnenuntergang, also machten wir uns direkt auf den Weg zum Maintower. Oben angekommen gabs dann erstmal nur eins – “wow”. Ich persönlich mag Großstädte als richtiger Landmensch eigentlich nicht wirklich, aber so für ein paar Stunden oder mal für ein Wochenende ist das echt okay und faszinierend. Auf der Plattform des Towers herrschte ziemlicher Betrieb. So ziemlich Jeder, der in irgendeiner Form eine Knipse bedienen konnte, war anwesend. Da ich in Städten immer mit der Mentalität “Der sieht mich nie mehr” lebe, habe ich mir dann einen Platz an der Sonnenseite erkämpft und ihn den kompletten Aufenthalt verteidigt. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit und ein paar Nachtaufnahmen später, ging es weiter. IMG_20130817_194723

Big City life

Wir liefen die Uferprominade des Mains entlang mit seinen vielen Brücken. Es war extrem spannend für mich und bot zick Fotomotive. Noch mehr gab es nur auf der anderen Seite des Ufers zu sehen. Die ganze Pracht der Skyline. Wunderhübsch. Jetzt weiss ich zumindest, warum man es im Volksmund auch “Klein Manhattan” nennt. Der Anblick der beleuchteten Frankfurter Skyline hat definitiv seinen Reiz. Auch das Ambiente mit den ganzen Bootrestaurants am Ufer hat so seinen Charme. Gegen 1:00 Uhr Nachts machten wir uns dann über den berühmten “Eisernen Steg” auf den Weg zurück zum Auto. Ein schöner langer Tag mit vielen Erlebnissen und Eindrücken ging zu Ende. Aus Sicht des fotografierens jedoch auch der Aufenthalt in Hessen, denn am nächsten Tag nach dem Frühstück ging es wieder zurück ins gute alte Bayerland. Heimat(luft).

Ergebnisse:

dasFLOSEN Verfasst von:

Meine Name ist Florian. Sternzeit -338000.22768670303. Der Nerd der "Familie Schickischmi". Beruflich bin ich technikbegeisterter Papiervernichter. Privat natürlich ebenso der Tekkie im Familienuniversum, der aber trotzdem viel Zeit Draussen und beim Knipsen verbringt. Mir kanns nicht kalt und vom Reiseziel nördlich genug sein. Würde ich wählen, würde ich lieber die schorfe Klippen vom Ende der Welt wählen, als irgendeinen Südsee-Strand. Ich nehm also lieber die -20°C als alles über 25°C. Hier könnt Ihr mir folgen: Instagram (schicko2go), Instagram (dasFLOSEN), Twitter (schicko2go), Komoot

2 Kommentare

  1. Gabi Wohllebe
    Februar 19, 2014
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    Das hast du sehr schön geschrieben 😉 nur muss ich dich ein klein wenig berichtigen. Die Hessen fahren schon sehr kurios Auto aber ich bin kein Hesse. :-p als Ossi um genau zu sein als Sachse kann ich das noch topen 😉 wie du ja sehr ausführlich beschrieben hast. 😀

    • flosenART
      Februar 24, 2014
      Antworten

      Upps, kann ja mal vorkommen 🙂

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