Geratser Wasserfälle

Was mach ich nun?

Der Herbst, neben dem Winter einer meiner Lieblingsjahreszeiten. Das Jahr geht und die Welt fällt für ein paar Wochen nochmal in einen großen Topf aus bunten Farben. Wie so oft wollte ich am Samstag den 20. Oktober 2012 nochmal fotografieren fahren und wie immer war alles spontan. “Wo geht es hin? welches Motiv möchte ich haben? in welcher Gegend war ich noch nicht?” Fragen über Fragen die ich mir immer wieder aufs Neue stelle, jedoch zumeist nur kurzfristig eine Antwort darauf finde. Ein Fotografenkollege war ein paar Wochen zuvor an den Geratser Wasserfällen und aus Zufall sah ich dessen Bilder. “Ein schönes Plätzchen Erde” dachte ich mir so, mal sehen wie das im “goldenen Herbst” so wirkt.  Abfahrt…!

Auf zum Ziel!

Gerats liegt im Oberallgäu, direkt in der Nähe von Sulzberg. Ich machte mich also am Nachmittag auf den Weg, der Himmel riss gerade erste Lücken. Im Gedanken war ich schon voller Vorfreude, was mich wohl erwarten würde. Soviel sei gesagt, meine Erwartungen sollten übertroffen werden! Ich fuhr die A7 in Richtung Kempten bis  zur Ausfahrt “Hindelang”, da ich die Gegend sehr schön finde und einen Umweg über das Peterstal und den Rottachspeicher nehmen wollte. Wenns schon so schön ist… *lach* Gegen 16 Uhr kam ich dann endlich bei den Geratser Wasserfällen an. Das Parken gestaltet sich etwas schwierig, weil die Strasse dort eng geschnürrt ist. Es findet sich jedoch eine eine art Kiesgrube vorort, die für 2-3 Autos eine Parkmöglichkeit bietet. Endlich da, Rucksack auf und los gehts. Schauen wir uns die Sache mal live an.

3.. 2… 1… Start!

Ein kurzes Stück über einen kleinen Wiesenpfad und man ist schon direkt bei den Wasserfällen. Die Stelle verfügt über 2 Eingänge, welchen man nimmt spielt dabei aber keine Rolle, weil es quasi ein kleiner Rundweg dort ist. Wenn man das Gebiet ausführlich erkundet, wird man so oder so zu beiden Ein- bzw. Ausgängen finden. Die Wasserfälle teilen sich in 2 “Spots” auf. Der Kranzegger Bach fällt über eine kleine Steinwand (ca. 4m) hinab und die Geratser Ach gesondert und stufenweise. Am Ende münden beide Bäche ineinander.

Am Geratser Wasserfall
Also gut, angekommen. Das sind also die Wasserfälle. Erster Eindruck “wow”. Wieso? Es war Herbst! Die Blätter waren bunt! Rot, gelb, grün, braun, orange, lilablassblau (Scherz), einfach alles war vertreten. Die Sonne stand mittlerweile tief und das Licht war herrlich, wenn auch aufgrund der Wolken nicht konstant. Meine Gedanken? “Schnell” “Motivwahl” “Nicht viel Zeit”! “No it hudla” würde man bei mir zu Hause sagen, aber es gab nunmal viel zu knipsen und die Wolken am Himmel liesen mich um Unklaren darüber, wie lange die Sonne dort noch einfallen würde.

Zunächst nahm ich mir die Geratser Ach vor, welche ca. 2m abfällt um dann in einen kleinen Stufenbach weiterfließt. Ein kleines Plateau abseits des Fussgängerweges lässt sich gut und unkompliziert erreichen. Von dort aus hat man auf beide Wasserfälle einen schönen Blick. Man könnte auch noch ganz nach unten gehen an den Fluss, doch leider hatte ich meine Leiter zu Hause vergessen, die ich sonst auch nie dabei hab *lach*.  Zu Zweit mit etwas “Ziehhilfe” sollte es aber trotzdem möglich sein dort runter und wieder hoch zu kommen. Mir war es allein zu riskant an der Stelle, weil die Steine auch alle angefeuchtet waren. Nun gut, das obere Plateau reichte jedoch auch vollkommen aus.

Als nächstes Motiv widmete ich mich dem Mauerfall *lach* und somit dem Kranzegger Bach. Es hört sich genauso spektakulär an wie es aussieht. Und als ob der liebe Gott mich gehört hat und mich für all meine guten Taten jeden Tag *hust* preisen wollte, lies er genau in diesem Moment die Sonne richtig stehen und bot mir dadurch einen schönen Anblick. Durch die Gischt des Wasserfalls sah man zudem auch noch die Sonneneinstrahlungen sehr schön auf den Motiven wirken.

Die Bilder waren also im Kasten und ich wollte schon nach Hause fahren um die Ergebnisse zu sehen. Trotzdem bin ich den Weg über eine Brücke nochmal weitergelaufen und man steht direkt über dem Kranzegger Bach. Das Wasser steht dort fast still und ich konnte noch ein kleines Spiegelbild mit aufnehmen.

Ich war zufrieden und fuhr nach Hause. Da ich diesmal über Sulzberg fuhr, machte ich noch zum Ausklang einen kleinen spontanen Abstecher auf die Burg Sulzberg. Die Kamera lies ich im Auto, aber die Burg werde ich definitiv nochmal besuchen! Der Ausblick ist super von dort oben!

 

Ergebnisse:


 

dasFLOSEN Verfasst von:

Meine Name ist Florian. Sternzeit -338000.22768670303. Der Nerd der "Familie Schickischmi". Beruflich bin ich technikbegeisterter Papiervernichter. Privat natürlich ebenso der Tekkie im Familienuniversum, der aber trotzdem viel Zeit Draussen und beim Knipsen verbringt. Mir kanns nicht kalt und vom Reiseziel nördlich genug sein. Würde ich wählen, würde ich lieber die schorfe Klippen vom Ende der Welt wählen, als irgendeinen Südsee-Strand. Ich nehm also lieber die -20°C als alles über 25°C. Hier könnt Ihr mir folgen: Instagram (schicko2go), Instagram (dasFLOSEN), Twitter (schicko2go), Komoot

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